Das Smart Home planen

Das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende zu und viele Leser steigen in die Planung ein für das eigene Haus. Hier plädiere ich dafür, sich früh genug Gedanken über die Elektrotechnik und natürlich ein Smart Home System zu machen, für das sich mittlerweile laut Umfragen jeder fünfte Hausbauer entscheidet.

 

Wie beginnen?

Egal, ob später ein Fachexperte hinzugezogen wird oder nicht (z.B. ein kundiger Elektriker oder ein Smart Home Spezialist), geht es zuerst darum, die eigenen Bedürfnisse zu kennen. Was soll denn überhaupt mit einem Smart Home System erreicht werden? Im Laufe der Zeit wurden in dieser Artikelreihe schon viele Möglichkeiten vorgestellt. Falls sie diese nicht mehr zur Hand haben, finden sie diese auch noch unter www.smarthomekos.at/blog zum Nachlesen. Für die meisten Bauherren ist der Einstieg in das Thema die automatische Beschattung. Windwächter für Außenjalousien oder automatisches Beschatten bei Abwesenheit sind hier beliebte Funktionen. Beim Licht freuen sich Bauherren am meisten über den Zentral-Aus Schalter, sowie Komfort, z.B. durch Bewegungsmelder, und Stimmungen durch gut gewählte Leuchten und Lampen, oft auch mit einer Möglichkeit zum Dimmen oder Ändern der Lichtfarbe. Auch die Heizung kann Teil des Smart Homes werden, natürlich auch die Alarm-, und  Photovoltaik-Anlage (mit der abhängig vom Sonnenertrag Verbraucher eingeschaltet werden können), sowie Internetdienste wie Sprachassistenten, Appsteuerung und Benachrichtigungen bei bestimmten Ereignissen. Mit dieser wichtigen Grundlage für die Planung kann dann mit Hilfe von Fachexperten oder auch selbst weiter geplant werden. Ausführlich kann hier leider nicht darauf eingegangen werden, nur ein Satz noch: Die Smart Home Pyramide sollte beachtet werden. Ähnlich wie bei der Ernährungspyramide gibt es ein Fundament (die Verkabelung) und weitere Schichten darüber, die aber nicht mehr so fundamental wichtig sind und auch einfacher zu ändern sind im Nachhinein.

 

Welches System?

Hersteller von Smart Home Systemen gibt es heute wie Sand am Meer. Möchte man der Werbung Glauben schenken, dann sind die meisten Systeme selbsterklärend und in wenigen Minuten eingerichtet. Achtung, hier liegt ein großer Irrtum vor! Smart Home im Eigenbau ist sicher möglich, doch meiner Erfahrung nach nur mit viel Hintergrundwissen und gewissenhafter Planung. Nach welchen Kriterien sollte also die Suche nach dem perfekten System erfolgen? Folgende Kriterien sollten gegeben sein: Nachhaltigkeit (möglichst keine Batterien), Kosteneffektivität, Erweiterbarkeit (etwa auch per Funk) und die Unabhängigkeit von Errichtern und Herstellern.

 

Welche Kosten?

Als groben Richtwert belaufen sich die Mehrkosten für ein Smart Home System, das Licht, Beschattung und Heizkreise steuert, auf ca. 20% der (konventionellen) Elektroinstallation. Natürlich ist dies stark abhängig vom Umfang der geforderten Funktionen, von den verwendeten Komponenten und vom Anbieter – und nicht zuletzt vom Verhandlungsgeschick.

Mehr dazu:

Siehe auch den Artikel über die Smart Home Pyramide.

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